Der Komoran nimmt 2016 zu!

Der Kormoran ist keine bedrohte Vogelart mehr. Aus diesem Grund ist er bereits vor über 10 Jahren vom Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie gestrichen worden.

Ein Kormoran frisst pro Tag 500 g Fisch. Hinzu kommt eine hohe Anzahl bei der Jagd verletzter Fische.

Eine Kolonie mit 100 Brutpaaren, ihren Jungen und den noch nicht brütenden Mitgliedern benötigt pro Tag ca. 250 kg Fisch.

Ein Schwarm Kormorane ist also in der Lage, innerhalb kurzer Zeit Fischbestände drastisch zu reduzieren.

Untersuchungen haben ergeben, dass Kormorane weit mehr Fische schädigen, als sie verzehren. Bei der Jagd verletzen die Vögel mit ihren scharfen Hakenschnäbeln viele Fische, ohne sie tatsächlich zu erbeuten. Häufig verenden diese Fische später an ihren verpilzten Wunden und tauchen meist in keiner Statistik auf.

Deshalb fordern auch wir, ein Umdenken in der europäischen Union und fordern neue Gesetze zur Regulierung der Kormoranbestände.

 

Der Hecht ist der Fisch des Jahres 2016.

Der Hecht zählt zu den bekanntesten heimischen Fischarten. Er besiedelt stehende Gewässer vom kleinen Tümpel bis zum großen See, aber auch Fließgewässer vom Oberlauf bis hinab in die küstennahe Brack-wasserregion. 

 

Der Hecht kann mit seinen zahlreichen spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen hervorragend Beute packen: Fische aller Art, auch eigene Artgenossen, Frösche, gelegentlich auch kleine Wasservögel und Säugetiere wie Mäuse oder Bisamratten stehen auf dem Speiseplan. Die Durchschnittsgröße eines Hechtes liegt zwischen 50 und 100 Zentimetern. Weibliche Hechte können jedoch 1,30 Meter überschreiten und über 20 Kilogramm schwer werden.

 

Der Hecht ist ein standorttreuer Raubfisch. Er lauert gerne in Ufernähe regungslos auf seine Beute, die er im blitzschnellen Vorstoß ergreift. Als Einzelgänger versteckt er sich gerne zwischen Wasserpflanzen, Baumwurzeln, an Schilfkanten oder Uferböschungen. Dort ist er durch seine grüne bis bräunliche, durch gelbe Bänder durchbrochene Färbung ausgezeichnet getarnt.

 

Zur Laichzeit im zeitigen Frühjahr zieht der Hecht in krautreiche Flachwasserbereiche der Überschwemmungsflächen oder in kleine Gräben und Nebengerinne, wo die klebrigen Eier an Wasserpflanzen angeheftet werden. Solche für seine Vermehrung notwendigen Flächen sind typischerweise im Frühjahr überschwemmte Wiesen der Flussauen, aber auch die Flachwasserzonen und Überschwemmungsbereiche unserer Seen. Durch Trockenlegung von Wiesen und das Ausbleiben von Frühjahrsüberschwemmungen infolge von Regulierungsmaßnahmen sind geeignete Laichplätze selten geworden. Hinzu kommt der Verlust an geeignetem Lebensraum im Zuge der Uferbegradigung und Verbauung. Insbesondere die Jungfische sind auf die sich schnell erwärmenden Flachwasserbereiche mit ihrem großen Nahrungsangebot angewiesen. 

 

Trotz der weiten Verbreitung sind die Bestände des Hechts daher in vielen Gewässern gering. In der Roten Liste wird der Hecht als „ungefährdet“ eingestuft, der langfristige Bestandstrend zeigt jedoch einen mäßigen Rückgang der Bestände. Vorrangiges Ziel ist es daher, die Gewässer und ihre Auen auch für den Hecht wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Intakte Flussauen brauchen eine natürliche Überschwemmungsdynamik. Wo es möglich ist, müssen ehemalige Auen wieder zurückgewonnen werden. Dies ist gleichzeitig ein Beitrag zum Hochwasserschutz. 

Der Stör ist der Fisch des Jahres 2014.

Das bestätigte der Deutsche Angelfischerverband, der ihn auswählte. Der Fisch gilt in Deutschland als ausgestorben, seit Jahren laufen allerdings Versuche, ihn wieder in deutschen Flüssen heimisch zu machen.

So wurden bereits mehrere Hunderttausend Jungfische ausgesetzt. «Wir müssen dazu kommen, dass auch wandernde Fischarten wieder sich selbst erhaltende Bestände bilden können», sagte Verbandspräsidentin Christel Happach-Kasan.

Der Stör werde vor allem durch Wasserverschmutzung sowie Wehre und Wasserkraftanlagen bedroht. Die versperrten ihm den Weg von Nord- und Ostsee zu Laichgründen in den Flüssen. Ein Grund für die Wahl des Störs ist die von der Bundesregierung verfolgte Energiewende. Der Verband befürchtet, dass die Rückkehr des Störs durch etwaige neue Wasserkraftanlagen weiter behindert werden könnte. Der Europäische Stör kann mehr als 60 Jahre alt und über vier Meter lang werden.